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Einsatzbericht 22.01.2010
Gefahrguteinsatz - Chlorgasaustritt aus Schwimmbad
Schadensereigniss
Aufgrund eines technischen Defektes ist ein in einer Wohnanlage befindliches Schwimmbecken leer gelaufen. Die technische Anlage des Beckens hat aber weiterhin Chlor in das Becken gefördet und den Bereich des Schwimmbades mit Chlorgas gefüllt. Der Hausmeister atmete beim Betreten des Raumes die giftigen Gase ein und musste im Kreiskrankenhaus Sigmaringen behandelt werden. Auch in der Tiefgarage des Wohnkomplexes war der Chlorgeruch deutlich wahrnehmbar.
Eingeleitete Maßnahmen
Die gegen 8:50 Uhr alarmierte Feuerwehr Sigmaringen wurde bereits durch die Leitstelle Sigmaringen über die
anzutreffende Lage informiert und rückte mit allen verfügbaren Kräften aus. Der Einsatzleiter lies darauf hin
den Gefahrgutzug des Landkreises Sigmaringen alarmieren.
Aus dem Wohnkomplex mit insgesamt 44 Wohneinheiten konnten 25 Personen unverletzt gerettet werden. Hierbei handelte
es sich überwiegend um ältere Personen. Diese wurden vom Rettungsdienst in einem Einsatzzelt betreut.
Die anderen Bewohner waren um diese Zeit nicht in ihren Wohnungen.
Die Feuerwehr Mengen führte während des gesamten Einsatzes mehrere Schadgasmessungen durch. Dabei gingen die Einsatzkräfte
unter Chemikalien-Schutz-Anzügen (CSA) vor. Anschließend wurden diese Kräfte durch die Dekon-P-Gruppe der Feuerwehr Sigmaringen
dekontaminiert. Parallel dazu wurde mit Wassernebel das nach aussen tretenden Chlorgas niedergeschlagen um eine weitere
Ausbreitung zu verhindern. Die Messungen zeigten, daß kein Chlorgas in die Wohnungen gelangt war.
Gegen 11:30 Uhr wurden Anwohner bzw. Schüler erwartet, die in die Wohnungen wollten. Diese wurden in die nahe
gelegene Sporthalle begleitet und von den Notfallseelsorgern des Landkreises betreut. Die Bewohner konnten gegen 13:00 Uhr
wieder in ihre Wohnungen zurück, nachdem die Feuerwehr eine Druckbelüftung des gesamten Komplexes durchgeführt hatte.
Pressemitteilung der Polizeidirektion Sigmaringen vom 22.01.2010
Bericht Schwäbische Zeitung Online vom 22.01.2010
Eingesetzte Kräfte
Insgesamt waren über 80 Feuerwehrleute, mehr als 100 Kräfte der Rettungsdienste,
7 Notfallseelsorger und über 40 Beamte der Polizei im Einsatz.
Feuerwehr Sigmaringen
- Abteilung Stadt
- Abteilung Gutenstein
- Abteilung Jungnau
Feuerwehr Bad Saulgau
Feuerwehr Mengen
Feuerwehr Meßkirch
Feuerwehr Ostrach mit Fachberater Chemie
Notfallsellsorge Landkreis Sigmaringen
Rettungsdienst DRK und MHD
Polizeidirektion Sigmaringen
Einsatzbilder
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